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Eigenfett oder Implantat? Die ehrliche Entscheidungshilfe

Zwei Wege zu mehr Volumen, zwei völlig verschiedene Eingriffe. Was jede Methode kann, was sie nicht kann. Und welche Frage die Entscheidung meistens klärt.

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Brustbehandlung bei Dr. Adrian Palma, artis AESTHETICS

Die kurze Antwort

Wählen Sie Eigenfett, wenn Sie eine moderate, natürlich wirkende Vergrösserung ohne Fremdkörper möchten und genügend Fettreserven mitbringen. Wählen Sie ein Implantat, wenn Sie deutlich mehr Volumen wollen, ein exakt planbares Ergebnis erwarten oder sehr schlank sind.

Das ist die Entscheidung in zwei Sätzen. Sie greift in den allermeisten Beratungsgesprächen, und sie ist unabhängig davon, was gerade in Zeitschriften steht.

Was die Sache verkompliziert: Beide Methoden werden im Netz gerne gegeneinander ausgespielt, obwohl sie unterschiedliche Probleme lösen. Eigenfett ist keine sanftere Version des Implantats. Es ist ein anderer Eingriff mit anderen Grenzen. Wer das versteht, entscheidet in zehn Minuten.

Der direkte Vergleich

EigenfettImplantat
Volumenzunahmebis ca. 1 Körbchengrösse pro Sitzung1–2+ Körbchengrössen, exakt planbar
Ergebnis planbar?nur ungefähr, ein Teil des Fetts wächst nicht anja, Grösse und Form vorab festgelegt
Gefühlwie eigenes Brustgewebeje nach Implantat und Eigengewebe spürbar
Fremdkörperneinja
Haltbarkeitdauerhaft, aber gewichtsabhängigWechsel im Verlauf möglich
Narbenwenige Millimeter (Einstiche)Schnitt in der Unterbrustfalte
Zweiter EffektFettabsaugung an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln inklusivekeiner
Bei sehr schlanker Figuroft nicht möglichgut möglich
Spezifische RisikenÖlzysten, Verkalkungen, TeilresorptionKapselfibrose, Implantatdefekt, Rotation
Kosten bei artisab CHF 8'000.00ab CHF 8'000.00

Eine Zeile in dieser Tabelle entscheidet bei den meisten Patientinnen allein: die Volumenzunahme. Alles andere ist danach Feinabstimmung.

Wie viel grösser wird die Brust wirklich?

Mit Eigenfett ist pro Sitzung etwa eine Körbchengrösse realistisch. Implantate erlauben zwei und mehr, und zwar exakt in der Grösse, die vorher festgelegt wurde.

Der Grund liegt in der Biologie. Transplantierte Fettzellen müssen an das Blutgefässnetz der Brust angeschlossen werden, sonst gehen sie zugrunde. Das Gewebe kann pro Eingriff nur eine begrenzte Menge versorgen. Wird zu viel eingebracht, wächst nicht mehr, sondern weniger an. Und das Risiko für Ölzysten steigt.

Ein Implantat kennt dieses Problem nicht. Es hat sein Volumen von Anfang an und behält es. Deshalb ist es die einzige Methode für eine deutliche Vergrösserung in einem Schritt.

Beim Eigenfett kommt hinzu, dass ein Teil des Volumens wieder verschwindet: Ein Anteil der eingebrachten Zellen heilt nicht ein und wird in den ersten Monaten abgebaut. Deshalb bringen wir bewusst mehr ein, als am Ende bleiben soll. Wie dieser Verlauf über ein Jahr aussieht, beschreibt unser Ratgeber Erfahrungen und Ergebnis nach 1 Jahr.

Anfühlen, Aussehen, Haltbarkeit

Beim Gefühl gewinnt Eigenfett deutlich. Es ist Brustgewebe, es gibt keine Kante, keinen Rand, nichts, was sich beim Liegen anders anfühlt. Bei sehr schlanken Frauen mit wenig Eigengewebe kann man ein Implantat dagegen tasten, manchmal auch sehen.

Bei der Haltbarkeit ist es umgekehrt komplizierter, als man denkt. Angewachsenes Fett bleibt dauerhaft, aber es verhält sich wie Fettgewebe: Nehmen Sie stark ab, wird auch die Brust kleiner. Ein Implantat ist gewichtsunabhängig, dafür ist es ein Produkt mit begrenzter Lebensdauer, das im Verlauf gewechselt werden kann.

Anders gesagt: Eigenfett folgt Ihrem Körper, ein Implantat bleibt, wie es ist. Was davon ein Vorteil ist, hängt davon ab, wie stabil Ihr Gewicht ist und was Sie sich in zehn Jahren wünschen.

Was beide Methoden kosten

Bei artis AESTHETICS in Zürich beginnen beide Eingriffe bei CHF 8'000.00. Der Preis ist also selten das Argument, das die Entscheidung kippt.

Das überrascht viele, weil Eigenfett nach der günstigeren, weil «natürlicheren» Variante klingt. Tatsächlich ist es zwei Eingriffe in einem: Fettabsaugung plus Transplantation. Der Aufwand im Operationssaal ist vergleichbar.

Ein Punkt gehört aber zur Ehrlichkeit dazu: Wenn Sie mit Eigenfett mehr Volumen möchten, als eine Sitzung hergibt, kommt eine zweite dazu. Mit entsprechenden Kosten. Wer von Anfang an zwei Körbchengrössen will, fährt mit einem Implantat in aller Regel günstiger. Die Übersicht aller Eingriffe finden Sie unter Preise.

Als rein ästhetische Eingriffe werden beide nicht von der Krankenkasse übernommen.

Wenn beides zusammen die Antwort ist

Es gibt einen dritten Weg, den kaum jemand erwähnt: die Hybrid-Brustvergrösserung. Dabei sorgt ein Implantat für das Volumen, und Eigenfett wird darüber eingebracht, um die Übergänge weich zu machen.

Sinnvoll ist das vor allem bei schlanken Patientinnen mit dünner Weichteildeckung, also genau dort, wo ein Implantat allein sichtbare Konturen zeigen würde und Eigenfett allein zu wenig Volumen brächte. Man bekommt die Grösse des Implantats mit der Oberfläche des Eigenfetts.

Der Preis liegt entsprechend höher, und es bleibt ein Eingriff mit Fremdkörper. Wer Implantate grundsätzlich ablehnt, löst sein Problem damit nicht. Ausführlich dazu: Hybrid-Brustvergrösserung: Implantat und Eigenfett kombiniert.

Drei Fragen, die die Entscheidung meistens klären

In der Beratung stellen wir zuerst diese drei Fragen. Danach ist der Fall meist klar.

1

Wie viel grösser?

Reicht Ihnen ungefähr eine Körbchengrösse, ist Eigenfett im Rennen. Wollen Sie sichtbar mehr, führt an einem Implantat kaum ein Weg vorbei.

2

Wie viel Fett ist da?

Ohne ausreichende Reserven an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln fällt Eigenfett weg. Das ist keine Frage des Wollens, sondern des Materials.

3

Fremdkörper, ja oder nein?

Manche Patientinnen schliessen ein Implantat aus, egal wie überzeugend die Argumente sind. Diese Haltung ist legitim und beendet die Diskussion.

Bleibt es unentschieden, liegt es fast immer daran, dass zwei Wünsche kollidieren: viel Volumen und kein Fremdkörper. Diese Kombination gibt es nicht. Dann entscheidet, welcher der beiden Wünsche schwerer wiegt.

FAQs

Keine der beiden Methoden ist generell besser. Eigenfett liefert ein natürlicheres Gefühl ohne Fremdkörper, ist aber auf etwa eine Körbchengrösse pro Sitzung begrenzt. Implantate erlauben mehr Volumen und ein exakt planbares Ergebnis. Entscheidend sind Ihr Wunschvolumen, Ihre Fettreserven und Ihre Haltung zu Fremdmaterial.

Nicht in einer Sitzung. Pro Eingriff ist etwa eine Körbchengrösse realistisch, weil das Brustgewebe nur eine begrenzte Fettmenge versorgen kann. Zwei Grössen sind über mehrere Sitzungen möglich, oder in einem Schritt mit einem Implantat.

Nein. Bei artis beginnen beide Eingriffe bei CHF 8'000.00. Eigenfett umfasst zwei Schritte, Fettabsaugung und Transplantation, und ist im Aufwand vergleichbar. Wird eine zweite Sitzung nötig, kommen weitere Kosten dazu.

Möglich. Ohne ausreichende Fettreserven an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln lässt sich zu wenig Material gewinnen. In diesem Fall besprechen wir ein Implantat oder die Hybrid-Methode. Das klären wir im Beratungsgespräch in wenigen Minuten.

Ja, ein solcher Wechsel ist grundsätzlich möglich. Wichtig ist die realistische Erwartung: Das Volumen wird nach der Umstellung in aller Regel geringer ausfallen als mit Implantat, weil Eigenfett pro Sitzung nur begrenzt Volumen aufbaut.

Eigenfett. Hier genügen wenige Millimeter kleine Einstiche für Entnahme und Injektion. Für ein Implantat ist ein Schnitt notwendig, meist in der Unterbrustfalte, wo die Narbe gut verborgen liegt.

Art is ... 

... sich weiblich und rundum wohl im eigenen Körper zu fühlen.

- Dr. Palma

artis AESTHETICS in Zürich-Stettbach

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