Nicht jedes enttäuschende Zwischenergebnis ist ein misslungener Eingriff, vieles heilt in den ersten Monaten von selbst. Dieser Ratgeber ordnet ein, was Sie beobachten, und zeigt den Weg zur Korrektur, falls sie nötig wird.

Ein Facelift gilt als misslungen, wenn nach abgeschlossener Heilung. Frühestens nach 6, besser 12 Monaten. Ein deutlich sichtbarer ästhetischer Mangel oder ein funktionelles Problem bleibt. Dazu zählen ein «gezogener», maskenhafter Ausdruck, sichtbare oder verzogene Narben, deformierte Ohrläppchen («Pixie Ear»), ein verschobener Haaransatz, deutliche Asymmetrien oder eine bleibende Schwäche einzelner Gesichtspartien. Schwellungen, Taubheitsgefühl und harte Narben in den ersten Monaten gehören dagegen zur normalen Heilung.
Ein Facelift ist ein grosser Eingriff, geben Sie dem Gesicht Zeit:
Spannungsgefühl und Härte: Das Gewebe fühlt sich über Wochen bis Monate fest an, besonders vor den Ohren. Das löst sich mit der Narbenreifung.
Taubheitsgefühl an Wangen und Ohren: Feine Hautnerven wachsen über Monate nach, Kribbeln ist dabei ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
Asymmetrische Schwellung: Kaum ein Gesicht schwillt gleichmässig ab; ein Seitenvergleich vor Monat 3 führt in die Irre.
Rote, erhabene Narben: Zwischen Woche 4 und Monat 3 wirken Narben oft am schlechtesten, das ist der normale Reifungsverlauf.
Anfangs «zu straffes» Gefühl: Ein frisch operiertes Gesicht wirkt oft überstrafft und entspannt sich in den ersten Wochen in die geplante Form.
Die Regel: Beurteilen Sie das Ergebnis nicht vor Monat 6. Auch ein Revisionschirurg operiert nicht in unreifes Narbengewebe.
Sofort zum Arzt (nicht warten): starke einseitige Schmerzen mit praller Schwellung (Verdacht auf Nachblutung), Zeichen einer Infektion, absterbende Hautareale. Das sind Notfälle.
Nach der Heilungsphase abklären lassen:
Bleibende Schwäche der Mimik: Hängt ein Mundwinkel oder schliesst die Stirn nicht mit, kann ein Gesichtsnerven-Ast betroffen sein. Die meisten Schwächen bilden sich innert Monaten zurück, bleibt sie über 6 bis 12 Monate bestehen, gehört sie in fachärztliche Abklärung.
Maskenhafter, «gezogener» Ausdruck: Entsteht meist, wenn primär die Haut statt der tiefen Schicht gestrafft wurde. Die Spannung liegt dann sichtbar auf der Oberfläche.
Pixie Ear: Ein nach unten gezogenes, mit der Wange verwachsenes Ohrläppchen. Typische Folge von zu viel Hautspannung am falschen Ort.
Sichtbare oder verbreiterte Narben, verschobener Haaransatz oder kahle Stellen an den Schläfen.
Konturdefekte: Dellen oder Stufen an Wangen oder Kieferlinie durch ungleichmässige Gewebebehandlung.
Fotografieren Sie Ihr Gesicht frontal und seitlich bei Tageslicht, einmal pro Monat, mit neutraler Mimik. Sammeln Sie Operationsbericht und Vorher-Fotos.
Er hat die Nachsorgepflicht und kennt den Eingriff. Viele Befunde lassen sich in der Nachsorge lösen; manche Korrekturen übernimmt der Erstoperateur kostenlos.
Eine bleibende Mimik-Schwäche gehört zusätzlich neurologisch dokumentiert, auch für allfällige spätere Ansprüche.
Eine gute Zweitmeinung beantwortet drei Fragen: Ist der Befund korrigierbar? Wann frühestens? Lohnt sich der Eingriff, oder ist Abwarten das bessere Ergebnis? Auch diese Antwort muss man aushalten.
Frühestens 6, meist 12 Monate nach dem Ersteingriff ist das Gewebe bereit. Je nach Befund kommen infrage: eine Narbenkorrektur oder Pixie-Ear-Korrektur (kleine Eingriffe in örtlicher Betäubung), der Ausgleich von Konturdefekten mit Eigenfett, oder eine Revision in der tiefen Schicht, wenn das Erst-Lifting nur an der Haut gearbeitet hat. Gerade der maskenhafte Ausdruck lässt sich mit einer Deep-Plane-Technik oft deutlich verbessern, weil die Spannung dorthin verlagert wird, wo sie hingehört: in die Tiefe.
Realistische Erwartung: Eine Revision verbessert, sie radiert nicht aus. Ein erfahrener Chirurg sagt Ihnen vorher genau, was erreichbar ist. Und was nicht.
Dr. med. Adrian Palma, Facharzt für Chirurgie FMH, führt in der Praxisklinik am Bahnhof Stettbach Zweitmeinungs-Sprechstunden und Revisionseingriffe nach auswärtigen Facelifts durch. Inklusive Deep-Plane-Revisionen. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet: warten, oder gar nichts tun.
Wie ein sorgfältig geplantes Facelift von Anfang an abläuft, zeigen unsere Seiten zum Facelift in Zürich und zum Deep-Plane-Facelift.
Vereinbaren Sie eine Zweitmeinungs-Sprechstunde, Sie erhalten eine ehrliche fachärztliche Einschätzung.
Beurteilen Sie das Ergebnis frühestens nach 6 Monaten. Bleibende Warnzeichen sind ein maskenhaft gezogener Ausdruck, sichtbare oder verzogene Narben, deformierte Ohrläppchen, ein verschobener Haaransatz, deutliche Asymmetrien oder eine anhaltende Mimik-Schwäche. Spannungsgefühl, Taubheit und harte Narben in den ersten Monaten sind dagegen normale Heilung.
In den allermeisten Fällen nein. Bei jedem Facelift werden feine Hautnerven durchtrennt; das Taubheitsgefühl an Wangen und Ohren bildet sich über Monate zurück. Abklärungsbedürftig ist eine Schwäche der Bewegung, wenn also ein Mundwinkel hängt oder die Stirn nicht mitzieht, nicht das reine Gefühlsdefizit.
Frühestens 6, besser 12 Monate nach dem Ersteingriff, wenn Narben und Gewebe ausgereift sind. Ausnahmen sind akute Komplikationen wie Nachblutung oder Infektion, die sofort behandelt werden müssen.
Häufig ja. Der gezogene Ausdruck entsteht meist durch Zug auf der Haut statt in der Tiefe. Eine Revision mit Deep-Plane-Technik verlagert die Spannung in die tiefe Gewebeschicht und kann das Ergebnis deutlich natürlicher machen, die Beurteilung erfordert eine persönliche Untersuchung.
Manche Korrekturen übernimmt der Erstoperateur im Rahmen der Nachsorge. Rein ästhetische Revisionen bei einem neuen Chirurgen sind in der Regel Selbstzahlerleistungen; bei nachgewiesenen Behandlungsfehlern können Haftpflichtansprüche bestehen, dazu berät eine Rechtsberatung, nicht die Sprechstunde. Die Kosten einer Revision nennen wir nach der Untersuchung schriftlich.
Art is ...... der Haut wieder ihre natürliche Schönheit und Vitalität zu verleihen.
- Dr. Palma

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